Saubere Schnitte bei dünnen Innenausschnitten – welches Sägeblatt?

More
30 Mar 2026 12:23 #88382 by pandaycurran
Hallo zusammen,

ich habe in letzter Zeit ein paar Projekte mit vielen kleinen Innenausschnitten gemacht und stoße dabei immer wieder an meine Grenzen.

Gerade bei sehr feinen Bereichen (z. B. enge Kurven oder kleine Details) bekomme ich die Schnitte nicht so sauber hin, wie ich es gerne hätte. Teilweise franst das Holz leicht aus oder die Kanten wirken einfach nicht ganz sauber.

Ich arbeite aktuell mit Standard-Sägeblättern (meist Größe 3 oder 5), hauptsächlich in Sperrholz und gelegentlich auch in Hartholz.

Mich würde interessieren:

Welche Sägeblätter nutzt ihr für sehr feine Arbeiten?
Macht ein Wechsel auf z. B. Spiral- oder Reverse-Blätter hier Sinn?
Gibt es Tipps zur Geschwindigkeit oder zum Vorschub bei solchen Details?

Vielleicht liegt es auch einfach noch an meiner Technik, bin da noch am Üben.

Würde mich über eure Erfahrungen freuen.

Viele Grüße

Please Log in or Create an account to join the conversation.

More
30 Mar 2026 13:35 #88385 by Bubinga
Bei sehr kleinen Innenschnitten und eher dünnem Holz nehme ich gerne die 1er MGT oder Superskip von Pegas. Kommt auf das Material an.
Da hat aber wohl jeder seine eigenen Vorlieben, ich säge nur noch mit den Pegasblättern.
Mit Spiralblättern komme ich überhaupt nicht gut klar, aber wahrscheinlich ist auch das reine Übungssache. Ich war aber bisher selten in der Situation, sie nutzen zu müssen, daher wird sich bei mir diesbezüglich wohl eher keine Übung einstellen. :laugh:

Please Log in or Create an account to join the conversation.

More
30 Mar 2026 17:11 #88387 by fradeba
Mit Spiralblättern würde ich nur im äußersten Notfall sägen. Richtig saubere Schnitte kann ich mir damit nicht vorstellen. Sperrholz säge ich gerne mit den Pegas Reverse Blättern. Die sind nicht so agressiv wie die MGT.

Besser dreimal überlegen als zweimal sägen!

Please Log in or Create an account to join the conversation.

More
30 Mar 2026 19:59 #88388 by Wolf-der-III
Hallo Panday,

wenn das Holz ausfranst, reißt, oder oder oder gibt es meiner Meinung nach 4 Fehlermöglichkeiten (Frau/Mann/Es möge mich ergänzen):

1. Für Sperrholz falsches Sägeblatt. Standard-Sägeblätter ist ein sehr weiter Begriff und es gibt eine Unzahl von Billig-Katastrophen.
2. Das Sägeblatt ist aufgrund zu langer Nutzung stumpf geworden. War mein üblicher Fehler und kommt bei mir immer mal wieder vor.
3. Zuviel Vorschub, eher unwahrscheinlich bei Fummel-Arbeite.
4. Nicht ordentlich verleimtes Speer-Holz. Mein Favorit da ich schon des öfteren echten Sperrholz-Schrott käuflich erworben habe. Bei akutem Holzmangel habe ich schon mal bescheidenes Sperrholz mit Holzleim (1:1) mit Wasser verdünnt aufgetragen um der Deckschicht Stabilität zu verleihen. Funktioniert einigermaßen.

Ansonsten schließe ich mich meinen Vorredneren an. Meine Wahl sind Pegas Double Skip (Doppelt-Weitzahn) oder Pegas Modified Geometry (MGT) und Gegenverzahnung macht immer Sinn. Auch hier wieder Meinung: Rundverzahnung wird keine guten Ergebnisse erbringen und ist der echte Notnagel für zu groß geratenen Motiven.

Gruß
Stephan

Please Log in or Create an account to join the conversation.

More
01 Apr 2026 10:23 #88391 by Nachtübernahme
Sperrholz ist nicht gleich Sperrholz!

Welches Sperrholz sägst du denn? Bei Pappel sind Ausrisse normal. Nimm Birken-/ oder Buchensperrholz (gibt's auch im Baumarkt), das geht besser.
Wie oben schon geschrieben wurde: Geschwindigkeit und Vorschub anpassen (kommt mit der Erfahrung), scharfe Blätter korrekt eingespannt nutzen.
Gegenzähne reduzieren die Ausrisse an der Unterseite.

Grüße,
Tobias

Grüße,
Tobias

Was ich nicht kann, hab ich nur noch nicht gelernt.

Please Log in or Create an account to join the conversation.

More
01 Apr 2026 16:31 #88393 by frimalu
Hallo,
ich für meinen Teil komme am Besten, auch nach vielen Versuchen, folgendermaßen zurecht:

Wie bereits gelesen, muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen, vielleicht ist das hier noch eine Möglichkeit.

Ich säge sehr gerne Innenschnitte, vor allen parametrische Vorlagen. Dazu nehme ich 3mm Birkensperrholz und schleife die Platten mit einem Schwingschleifer vor. Feine Oberflächen reissen weniger aus. Dann habe ich für die Vorlagen gute Erfahrungen mit DIN A4 Etikettenpapier (günstiger als Vorlagenpapier) gemacht. Das gleiche Papier klebe ich auch auf die Rückseite. Von der Fa. Haunstetter gibt es Sägeblätter, die nach jedem Zahn einen Gegenzahn haben. Dadurch entstehen so gut wie keine Ausrisse und kaum Nacharbeit.
Ich nehme für solche Arbeiten grundsätzlich keine Rundsägeblätter, die Oberflächen werden viel zu rau.
Die Sägeblätter von Haunstetter kaufe ich bei AC-Holzkunst, habe ich woanders noch nicht gefunden und bei Haunstetter sind sie zu teuer.

Laubsägeblätter ELFE 58 Gr. 1 Multizahn gerade
einspannen in beide Richtungen möglich
Maße: 0,67 mm × 0,32 mm
Gesamtlänge: 130 mm
Schnittbreite: 0,32 mm
Zähne pro cm: 8

Viel Spaß beim Testen.
Liebe Grüße
Friedhelm
The following user(s) said Thank You: Goni

Please Log in or Create an account to join the conversation.

More
06 Apr 2026 19:50 #88409 by Ziska
Anfangs war ich mit der Auswahl der Sägeblätter völlig überfordert. Mittlerweile habe ich mich auf die TopCut in diversen Größen und bei dickerem Holz z.B. 4 cm auf ein 5 oder 7 MGT von Pegas eingeschossen. Von Anfang an habe ich ein Sägeblatttagebuch geführt. Darin sind Holzart, Holzstärke, Sägeblatt, teilweise die Drehzahl und wie mir die Kombination gefallen hat vermerkt. Seit einiger Zeit schreibe ich auch das Werkstück dazu. Dann erinnere ich mich besser. Das hat mir besonders anfangs geholfen, gute Kombinationen wiederzufinden. Die Historie zeigt aber auch, dass sich meine Lieblingssägeblätter im Laufe der Zeit geändert haben.

Gruß,
Ziska

Please Log in or Create an account to join the conversation.